Jugendherberge Sonnenbühl 2016

Juni 13, 2016

Endlich ist der langersehnte 10. Juni 2016 da!

Bis 17 Uhr treffen 20 Kinder des Bezirkes Tübingen mit ihren Betreuern in der Jugendherberge Sonnenbühl-Erpfingen ein. Schnell sind die zugewiesenen Zimmer gefunden, die Betten bezogen und die Hausschuhe an den Füßen. Nach kurzer Begrüßung durch das Kidsaktiv-Team und nach Marc’s Dankgebet geht’s gleich zu einem sehr angenehmen Teil des Aufenthaltes: Dem Essen. Es gibt gefüllte Zuccini, Gemüsereis, Gemüsepfanne, Geflügel-Fleischküchle, Nudeln, leckere Pellkartoffeln, verschiedene Soßen, Salatbuffet und Nachtischbuffet.

Um 19.30 Uhr geht’s auf zur Ruine Hohenmelchingen. Der Weg führt zuerst am Waldrand entlang und kehrt schließlich in den Wald hinein. Ein kleiner Trampelpfad führt ein paar Meter weg vom Fahrweg zu einer versteckt gelegenen Höhle. Vor dem Höhleneingang sitzt ein Mann mit arabischer Kopfbedeckung und einem Buch in der Hand. „Ein Araber“ ruft der erste Entdecker unserer neugierigen Kids….“Ach das ist ja Hans!“ stellt er dann fest. Schnell werden Picknickdecken ausgebreitet, sich niedergelassen und Hans liest den ersten Teil der Geschichte von Josef aus dem alten Testament vor. Nach kurzer Höhlenerkundung geht es weiter zum nahegelegenen Spielplatz. Dort sitzt der nächste „Araber“. Es ist Thomas, der nun einen weiteren Teil der Josefgeschichte vorliest. Anschließend wird noch auf dem Spielplatz herumgetobt ehe die letzte Etappe zur Ruine bewältigt wird. Dort warten bereits Manuel und Lukas auf die Meute und lesen ebenfalls aus dem bewegten Leben Josef’s vor. Nun darf die Ruine unter den wachsamen Augen der Erwachsenen erkundet werden. Bei Einbruch der Dunkelheit geht’s dann eilig zurück in die Jugendherberge.

Im Gemeinschaftsraum wird noch gebetet und ab geht’s in die Dusche und ins Bett.

Der Samstag beginnt mit gemeinsamem Gebet und mit Regen! Das Frühstück tröstet erst einmal über das schlechte Wetter hinweg. Es ist ein Schlemmen wie im Fünf-Sterne-Hotel.

Es gibt Toast, Vollkornbrötchen, helle Brötchen, verschiedene Sorten Brot, Hefezopf, Müsli in allen erdenklichen Varianten, Frischmilch, laktosefreie Milch, Sojamilch, sechs unterschiedliche Marmeladen, Honig, Nougatcreme hell und dunkel, Eier, Wurst, Käse, Tomaten, Paprika, Joghurt, Obst, Kaffee und Tee’s. Da vergisst jeder Morgenmuffel seine Schläfrigkeit!

Die Erwachsenen überlegen sich bereits, wie ihre Diät in der nächsten Woche aussieht…

Zufrieden und gesättigt begeben sich alle wieder in den Gemeinschaftsraum. Jutta liest die Josefgeschichte zu Ende, dann wird von Sonnie eine kleine Singstunde für den morgigen Gottesdienst abgehalten und anschließend rauchen die Köpfe über den Quiz-Bögen zum Thema Josef. Einige lassen ihrer Fantasie freien Lauf beim Basteln eines Rockes, wie ihn Josef von seinem Vater Jakob geschenkt bekommen haben könnte. In den Regenpausen wird mal durch den Barfußpark direkt beim Haus gestapft oder Fußball gespielt. Auch die Tischtennisplatte und der Tischkicker im Haus sind begehrte Freizeitangebote.

Um 12 Uhr droht die Küche mit dem nächsten Überfluss. Da wir heute Abend ein warmes Essen bekommen, gibt es zum Mittagstisch fast nur kaltes Essen. Zum Salatbuffet, den Wurst- und Käseplatten und den leckeren Brot- und Brötchenvarianten gibt es auch eine warme Gemüsesuppe und Germknödel mit Vanillesoße. Hmmmm…

Eigentlich wollten wir ja zum Lauterwasserweg, einem Lehrpfad entlang der Lauter an dessen Ende einige Wasserspielgeräte warten. Dort wollten wir zuerst gemeinsam einen Obstsalat zubereiten und dann aus den Melonenschalen Schiffe bauen und diese flußabwärts treiben lassen. Doch dieses Vorhaben fällt nun buchstäblich ins Wasser. Der Regen lässt sich nicht aufhalten. So verbringen wir den Nachmittag mit Rätseln über Josef, Singen für morgen und ausgiebigem Spielen im ganzen Haus.

Um 17.15 Uhr fahren wir dann zur Nebelhöhle. Dort wartet eine spannende Schatzsuche auf die Kinder. Erst wenn jeglicher Publikumsverkehr beendet ist, wird die Höhle für uns freigegeben. Überall in der Höhle sind Zettel versteckt. Ist das erste Blatt gefunden, erfährt man daraus unter welchem „Saurierfuß“ oder bei welchem „Marterpfahl“ der nächste Hinweis zu finden ist, bis schließlich nach ca. einer Stunde das letzte Stück Papier aus den Ritzen eines Stalagmiten entnommen wird und die letzte aufregende Schnüffelrunde zum gut versteckten Schatz führt. Zurück am Tageslicht wird die Schatzkiste geöffnet. Jedes Kind erhält ein Säckchen mit 5 kleinen Höhlensteinen und eine Wurfscheibe.

Suchen macht hungrig. Zurück in der JuHe warten Thomas, Manuel und Lukas bereits am überdachten Grillfeuer auf uns. Unser Herbergsvater hat für uns Rindswürste und Schweinesteaks, Ofenkartoffeln, Ziegenkäse in Alufolie, Karotten im Speckmantel, Salat, Brötchen und Stockbrotteig süß und salzig hergerichtet. Es regnet wieder in Strömen aber „was schadet uns das? Wir sitzen im Trocknen und werden nicht nass!“ Der großzügig überdachte Grillplatz ist nach drei Seiten hin mit Holzwänden versehen und mit Sitzbänken ausgestattet. Eng und kuschelig sitzen wir beisammen und schlemmen schon wieder. Hans und Thomas machen ihre Sache als Grillmeister hervorragend. Während der Regen auf das Dach des Grillhäuschens niederprasselt wird darunter noch das Nachtgebet gesprochen und dann geht’s ab ins Haus, in Dusche und Bett.

Nach dem Aufräumen der Grillhütte und kurzem Durchatmen wird noch der Gottesdienstraum für morgen hergerichtet. Kurz nach Mitternacht fallen auch die Erwachsenen müde in die Federn, während das kleine Volk schon einen Weile im Land der Träume schwebt.

Sonntagmorgen: Nach dem gemeinsamen Gebet im Gottesdienst- und Gemeinschaftsraum lassen wir uns wieder das Gourmetfrühstück schmecken. Die Vorfreude auf den Gottesdienst mit unserem Bezirksältesten in der Jugendherberge bestimmt unseren Sinn. Schnell wird gepackt, die Zimmer ausgeräumt, das Gepäck in die Autos verstaut und die Zimmer ausgefegt. Nun treffen wir uns wieder im Gottesdienstraum und üben nochmals unsere Lieder durch. Nach kurzer Pause geht es wieder auf die Plätze und unser Bezirksältester trifft ein.

Kurz vor 10.30 Uhr beginnt der Gottesdienst. Unser Bezirksältester macht mit den Kindern eine Rundreise durch die Heilige Schrift. Er bespricht die biblischen Zahlen von eins bis zwölf, also von dem einen und einzigen Gott über die zwei ersten Menschen, Adam und Eva, die Dreieinigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, sowie die drei Sakramente unserer Kirche, dann das vierzipflige Tuch des Petrus und die fünf Steine, die David zum Kampf gegen Goliath auswählte. Aus sechs Steinkrügen voll Wasser machte Jesus besten Wein. Es folgten die sechs Arbeitstage und am siebten Tag sollst du ruhen. Acht Menschen fanden Rettung in der Arche und von den 10 Aussätzigen, die Jesus heilte kam nur einer zurück um sich zu bedanken, doch wo waren die anderen Neun? Zehn Gebote brachte Mose vom Berg Sinai mit, die heute noch für uns gelten. Als Jesus auferstanden war, traf er nur noch elf Jünger an, weil Judas Iscariot sich das Leben nahm. Jakob hatte zwölf Söhne aus denen die zwölf Stämme Israels hervorgingen. Es ist erstaunlich, was unsere Kinder alles wissen. Unser Bezirksältester schenkt uns einen inhaltsreichen Gottesdienst, der uns mit der Feier des Heiligen Abendmahles im kleinen Kreis und dem freudigen Gesang unserer Kinder, mit Freude, Dankbarkeit und Seligkeit erfüllt. Das Erleben wird uns in die kommenden Tage begleiten.

Nach dem gemeinsamen Essen, an dem auch unser Bezirksältester teilnimmt, müssen wir auch noch unseren letzten Programmpunkt wegen schlechten Wetters streichen, die Sommerrodelbahn. Nun wird eben Abschied genommen und die Rasselbande verteilt sich zur Heimfahrt in die bereitstehenden Autos.

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