Erste-Hilfe-Kurs für Kinder

Januar 2, 2016

Erste-Hilfe-Kurs für Kinder

Kinder helfen Kinder“

Das war das Motto des KidsAktiv-Events, dass am gestrigen Samstag, 23. Januar 2016 in den unteren Räumen unserer Kirche in Tübingen in der Brunsstraße stattfand.
Nach dem Eingangsgebet und einer Bibellesung, passenderweise die Geschichte des barmherzigen Samariters, begrüßte Priester Andreas Dürr, langjähriger Sanitäter des Roten Kreuzes sowie Tanja Kutschke, die Bezirksbeauftragte für das Sanitätswesen 19 Kinder, das KidsAktiv-Team und einige anwesende Eltern und erzählte, unter welchen Schwierigkeiten (Glatteis) er heute morgen schon das Rettungsfahrzeug aus der Wache geholt hatte.

Zunächst gab es einige wichtige Informationen für die Kursteilnehmer, dass man aus Sicherheitsgründen Schmuck, Brille, Uhren lieber ablegen und über genügend Platz sowie geeignete Kleidung verfügen sollte.

Es gab sogar ein Geburtstagskind an diesem Tag mit dem Namen Rene, ihm wurde ein kleiner Geburtstagskuchen samt Geschenk überreicht und die ganze Schar sang ihm „Viel Glück und viel Segen!“

Wie wichtig es ist, einige Grundregeln der Ersten Hilfe zu wissen, verdeutlichte Sanitäter Andreas daran, wenn man bedenke, dass durch das morgendliche Glatteis so viele Menschen zu Schaden gekommen waren, dass in der Klinik wohl mit gefühlten 9 Stunden Wartezeit zu rechnen wäre. Aber auch in der Kirche, beim Gottesdienst kann so einiges passieren. Den Kindern fiel so manches ein, was anderen und ihnen selbst schon begegnet war.

Großes schauspielerisches Talent bewiesen später Rene und auch der kleine Max, die Bewusstlosigkeit und/oder Schmerzen vorspielen sollten. Dabei ging es um die rechte Vorgehensweise und wichtigen Fragen wie: wo ist der Verbandskasten, wie und womit setze ich einen Notruf ab (dabei kamen die Nummern 112 und 110 ins Gespräch, die man ohne Vorwahl überall in Europa verwenden kann) und welche 5 Fragen man klären sollte. Man kann sich da auch als Kind als Held erweisen: Nämlich H wie Hilfe rufen, E wie ermutigen und trösten, L wie lebensnotwendige Funktionen überprüfen und D wie Decke unterlegen, wenn man daran denkt, ruhig zu bleiben und seine eigene Sicherheit zu beachten.

Abschließend wurde noch die stabile Seitenlage erklärt und Andreas zeigte am eigenen Korpus, dass auch kleine Kinder so einen schweren Körper bewegen können.

Inzwischen hatten die Mitglieder des KidsAktiv-Teams lange Tischreihen mit weißen Servietten gedeckt und Salatschüsselchen vorbereitet. Es gab ein Viersterne-Menü: Spaghetti bolognese oder ohne Fleisch, jedoch mit zwei Sorten Käse, das allen sehr gut schmeckte und vom vorbereiteten Salat blieb gar nichts übrig.

So frisch gestärkt ging es dann mit Beatmung und der Verwendung von Desinfektionsmittel weiter. Die Kinder durften selbst Fingerkuppenpflaster zuschneiden und zu ihrem großen Vergnügen auch allen anwesenden Erwachsenen Kopfverbände anlegen.

Eigentlich hatte Andreas erklärt, dass man Verletzten nichts zu trinken und zu essen geben dürfe. Das schmälerte aber nicht den Appetit der anwesenden „Kopfverletzten“, als anschließend ein üppiges Gebäckbüffet serviert wurde. Muffins, ein leckerer Zebrakuchen, Flachswickel und „Schleck“ in allen Variationen sogar glutenfrei wurden angeboten.

Zum Abschluss wurde den Kindern noch der Krankentransporter gezeigt. Andreas mahnte zum vorsichtigen Umgang, da der Wert 120.000 Euro beträgt und erklärte die Bedeutung der auf der Seite angebrachten Nummern. Es gibt wohl auch vier verschiedene Autotypen (81 großer Notarztwagen, 82 Notarzt, 83 Krankentransporter, 85 kleiner Krankenwagen). Nach der ausführlichen Besichtigung und Probeliegen von der kleinen Helene aus Tübingen wurde noch jedem Kind eine Urkunde überreicht.

Das KidsAktiv-Team räumte abschließend noch mit Hilfe der Eltern die Reste von dannen! Viele Hände machen schnell ein Ende. Wir danken Tanja und Andreas für den lehrreichen Tag und freuen uns auf unser nächstes Event im April, wenn wir eine Stadtrallye durch Herrenberg unternehmen und natürlich auf unser Wochenende in Sonnenbühl- Erpfingen im Juni.

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